Vegan for Fit - Tag 21

Hi ich bin Emma,

die die manchmal nach dem Essen wild durch die Wohnung tigert und Kekse sucht. Ja genau die …

Da Simon und ich die Challenge zusammen machen, ist es vielleicht ganz interessant, die letzten 3 Wochen auch einmal aus meiner Sicht zu lesen.

Seitdem ich von zu Hause ausgezogen bin, esse ich nur noch sehr wenig Fleisch. Dementsprechend ist es mir recht leicht gefallen, ganz darauf zu verzichten. Milchprodukte waren auch nicht so furchtbar schwer, aber wenn ich eines zu der Challenge hinzufügen würde, wäre es definitiv Käse. Ich vermisse Mozzarella, Parmesan, Feta, sehr alten Gouda, Halloumi, Cheddar, Blauschimmelkäse, Ziegenkäse – ach ich vermisse allen Käse! Für Milch und Sahne gibt es ja recht anständigen Ersatz – aber habt ihr schon mal veganen Käseersatz probiert? Ganz ehrlich ich finde da schmeckt selbst der günstigste Aldi-Butterkäse noch besser (und auch auf den verzichte ich gern). Außerdem habe ich festgestellt, dass gleichzeitig auf Sättigungsbeilage, Fleisch und Milchprodukte zu verzichten, für mich dauerhaft keine Lösung ist. Mir fehlt etwas und ich habe das Gefühl nicht satt zu werden oder noch Lust auf ein anderes Nahrungsmittel zu haben. Natürlich sehe ich schon ein, dass in einer Gurke mehr Vitamine stecken als in einer Scheibe Brot – trotzdem finde ich man sollte intuitiv essen. Und wenn meine Intuition nach einer Scheibe Brot verlangt – pah dann soll sie die gefälligst kriegen!

So weit zu den eher schwierigen Erfahrungen. Ich habe durchaus auch einige Gute gemacht. Als Erstes habe ich vegane Brotaufstriche für mich entdeckt. Wir hatten zwar vorher schon ab und zu Tomatenaufstrich aus dem DM, aber erst jetzt habe ich die ganze Vielfalt entdeckt. Ganz besonders angetan hat es mir übrigens von Zwergenwiese der Ingwer Kokos Curry Aufstrich. Den habe ich das erste Mal bei Simon zu Hause ausprobiert und der ist seit dem fast jeden Tag auf mein Brot gewandert. Außerdem finde ich ganz ehrlich Zucchini Spaghetti tatsächlich eine Alternative zu normalen Nudeln. Ich würde sie vermutlich in Zukunft so 3:1 mit herkömmlichen Nudeln mischen, aber grundsätzlich sind sie richtig lecker.  Außerdem habe ich gelernt, dass man ruhig öfter mal über den eigenen Tellerrand hinausgucken darf. Es gibt so einige vegane Gerichte, die superlecker sind und einfach mal etwas anderes.  So haben wir die Auberginenschiffchen jetzt schon zweimal gegessen & es wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein.

Ganz zum Schluss noch zwei Fragen, die ich wohl ständig seit dem Anfang der Challenge gefragt werde.

  1. Ist das nicht furchtbar teuer?
    Nee, es geht eigentlich. Natürlich Mandelmus & Sojaprodukte sind furchtbar teuer. Aber Fleisch ist auch teuer, und das Mandelmus ist dann halt genau so ein Luxus wie das Hähnchenfilet. Und ganz ehrlich mittags irgendwo essen zu gehen ist jetzt auch nicht gerade geschenkt – das fällt mit der veganen Lebensweise einfach weg.
  2. Geht es dir jetzt besser, bist du jünger, hübscher, schlanker, fitter, toller …?
    Ähm nein. Mein Ziel war es auf keinen Fall abzunehmen und das habe ich vermutlich auch nicht. Basta. Außerdem haben wir vorher eigentlich schon immer ganz vernünftig gegessen, daher war es einfach keine so großartige Verbesserung. Ich hab ja immer darauf gesetzt, dass meine Haut sich einmal beruhigt, aber die ist einfach eine Zicke.

So, wir sehen jetzt mal wie die Woche so läuft & vielleicht ändert sich meine Meinung ja auch noch ein wenig. Ich muss jetzt erst mal los, Kekse suchen oder so.

Sonnenschein.

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