Ein unverhoffter Gaumenschmaus

Das Lernen hat mich diese Woche sehr beansprucht. Das ist auch unter anderem der Grund dafür, wieso diese Woche nichts selbstgekochtes, fotogenes Essen entstanden ist.

Emma hat mitbekommen, dass ihre Eltern am Samstag Besuch bekommen und es deshalb etwas Besonderes zu essen gibt. Daraufhin hat Emma uns eingeladen.
Es gibt dieses Mal also kein Rezept, sondern eine omnomnom Menü von Emmas Vater.  Es war zwar etwas peinlich zu fragen, ob ich das Essen fotografieren darf (voll Hipster!), aber er hat sich dann besonders viel Mühe mit dem Anrichten gegeben.

Als kalte Vorspeise gab es eine Avocado-Creme mit einem Topping aus Flusskrebsen und giftgrünen Grannies. Hier war es sehr wichtig, dass die Äpfel grün und sauer waren.

Avocado-Creme mit Krebsfleisch

Die Suppe war eine asiatische Kürbissuppe, deren Schärfe meine Geschmacksnerven doch an ihre Grenzen geführt hat.

Asiatische Kürbissuppe

Als Hauptgang gab es ein medium Roastbeef mit Yorkshire-Puddings und einer Pilz-Roquefort-Sauce. Die Soße war der Hammer. Ich durfte die gesechzehntelten Zwiebeln dünsten und sollte aufpassen, dass die Stücke nicht zerfallen. Das war gar nicht so einfach, weil man ja wohl oder übel ab und zu rühren muss. Die Yorkshire-Puddings sind nicht (wie es sich angeblich gehört) aufgegangen. Es muss wohl doch etwas Backpulver in den Teig. Das Fleisch war super zart und richtig lecker. Dieser Gang war eindeutig mein Favorit und ich hätte auch eine doppelte Portion genommen.

Roast-Beef

Der Gemüsegang waren gebratene Rote Beete auf einem Salat aus Knackerbsen mit Ziegenkäse. Nachdem Emma das letzte Mal ran musste, hatte ich die zweifelhafte Ehre die Rote Beete zu schälen. Erstaunlicherweise hat sich die Farbe nicht so an meinen Händen fest gesetzt. Die Knackerbsen wurden blanchiert und dann grob gehackt.

Rote Beete auf Knackbohnene

Vom Käsegang habe ich leider vergessen ein Foto zu machen. War aber trotzdem lecker und wir durften auch noch etwas Käse mit nach Hause nehmen. Sehr zu Emmas Verdruss gab es keinen Epoisses, dabei war der Rest so omnomnom!

Als Nachtisch gab es ein selbstgemachtes Orangeneis. Das war super cremig und hat wirklich sehr intensiv nach Orangen geschmeckt. Das war mein zweitliebster Gang, aber das man mich mit Süßem ködern kann ich ja kein Geheimnis.

Selbstgemachtes Orangeneis

Obwohl die Gänge sehr klein waren, sind wir alle satt geworden und ich konnte noch ein Stückchen Schokolade zu meinem Espresso essen. Um so gut kochen zu können, muss ich wohl noch ein bisschen üben, aber Erfahrung und Alter müssen sich ja auch bemerkbar machen.

Das Wort der Woche ist übrigens Omnomnom! Angeblich hat das Krümelmonster aus der Sesamstraße diesen Begriff populär gemacht und es ist eine schöne Lautmalerei für ein tolles Geschmackserlebnis und Kekse. Omnomnom

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